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Literarische Lesung/Konzert 

Ľuba Lesná: Alma Rosé

Eine Novelle aus dem Buch „Tausendjährige Frau“

Lesung: Ivana Kuxová 

Musik: Piano und Violine

Ľuba Lesná verfolgt in ihrer Novelle die Geschichte von Alma Rosé, der Nichte Gustav Mahlers,  der hervorragenden Violinistin, Gründerin und Dirigentin des erfolgreichen Orchesters „Die Wiener Walzermädeln“. Während der Nazidiktatur wurde sie Opfer des Holocaust. Sie  geriet als Jüdin ins Konzentrationslager Auschwitz, wo sie ein  Mädchenorchester leitete, das aus gefangenen Frauen bestand. Obwohl es sich zum Großteil um Amateur- bzw. halbprofessionelle Musikerinnen handelte, konnte Alma Rosé durch unermüdliche Übung und Läuterung das Orchester auf ein beinahe professionelles Niveau bringen. Dazu ist es ihr gelungen, für die Spielerinnen wesentlich bessere Bedingungen im Vergleich zu anderen Häftlingen zu erreichen. Die Qualität des Orchesters war so hoch, dass es von Konzentrationslagerchefs zu ihren privaten Partys eingeladen wurde. Bei einer dieser privaten Feiern hat sich Alma Rosé wahrscheinlich absichtlich mit Alkohol vergiftet. . Das berichtete auch die ehemalige Ärztin und Gefangene Manca Schwalbe, eine direkte Zeugin von Almas Sterben. Obwohl die Novelle mit dem Selbstmord Alma Rosés endet, klingt sie nicht pessimistisch aus, denn trotz allem, – trotz Almas persönlicher Tragödie – hat Alma Rosé dank ihres großen Talents, aber auch dank ihres starken Willens, ihres  Muts und ihrer  Kraft, die Kunst in voller Schönheit zu präsentieren,  mit Musik die Maschinerie der Totenfabrik, die rauchenden  Schornsteine der  Krematorien des Vernichtungslagers überwunden.